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Website erstellen lassen: wie viel von deiner Zeit geht drauf?

Von Joachim Guttenberger · 30. September 2026 · Lesezeit ca. 5 Minuten

Der Preis steht bei jedem Anbieter irgendwo. Was nirgends steht, ist die andere Rechnung: wie viele Stunden das Projekt aus deinem eigenen Betrieb herauszieht. Und genau die entscheidet oft, ob eine Website fertig wird oder liegen bleibt. Hier steht, wofür du wirklich Zeit brauchst, was du vorher herrichten kannst und woran so ein Projekt in Wahrheit hängen bleibt.

Die drei Termine, bei denen du dabei sein musst

Bei uns sind es drei, und auf unserer Seite zu WebKI steht dazu: insgesamt ungefähr dreieinhalb Stunden deiner Zeit – drei für die Termine, der Rest für einen Fragebogen vorab –, von der Zusage bis zur fertigen Seite in 14 Tagen.

Das Werkstattgespräch. Eine Stunde bis zwei, je nachdem wie groß der Betrieb ist. Daraus entsteht bei uns das Gehirn deines Betriebs, und daraus wiederum jeder Satz auf der Seite. Es geht dabei nicht um Farben, sondern um das, was du am Stammtisch erzählen würdest: was ihr macht, für wen ihr es am liebsten macht, woran man euch erkennt. Wer da einsilbig bleibt, bekommt eine Seite, die gut ausschaut und nichts sagt.

Der Foto-Termin. Zwei Stunden im kleinsten Paket, im größeren ein halber oder ein ganzer Tag. Das ist die Zahl, die am meisten erschreckt und am wenigsten weh tut: Die Alina fotografiert, während gearbeitet wird. Du stehst nicht daneben und wartest, du arbeitest weiter.

Die Korrekturrunde. Du bekommst die fertige Seite zu sehen und sagst, was anders soll. Eine Runde ist bei uns im Preis drin. Wie lange die dauert, hängt fast nur davon ab, wie ihr sie organisiert – dazu weiter unten mehr.

Seit 29. September kommt ein Fragebogen dazu

Den füllst du allein aus, in etwa zwanzig Minuten, und du schickst ihn zwei bis drei Werktage vor dem Gespräch zurück. Drin stehen Sachen, die ohnehin irgendwann gebraucht werden: die Leistungen, die Firmendaten fürs Impressum, das Logo, Zertifikate, und wer bei euch am Ende entscheidet.

Dabei gilt bei uns eine Regel, die wir uns selber aufgeschrieben haben: Wir fragen dich nichts, was wir uns auch selber anschauen können – und nichts zweimal. Was auf deiner alten Seite oder in deinem Google-Profil schon steht, tragen wir vorher ein, und du hakst es ab oder korrigierst es. Ein Vorschlag zum Ankreuzen geht schneller als eine leere Zeile.

Die zwanzig Minuten kommen auf die drei Stunden für die Termine oben drauf, deshalb steht auf der WebKI-Seite dreieinhalb. Wir schreiben das lieber dazu, als die Zahl schön zu halten.

Was die Zeit wirklich frisst

Die Termine sind planbar. Was ein Projekt in die Länge zieht, sind drei andere Sachen, und die passieren bei jedem Anbieter gleich.

Über Gestaltung reden, ohne dass ein Bild am Tisch liegt. „Moderner, aber nicht kalt“ heißt für zwei Leute nie dasselbe. Solche Gespräche kosten Stunden und enden dort, wo sie angefangen haben. Lass dir stattdessen eine echte Musterseite zeigen, die man am Handy aufmachen kann.

Anmerkungen, die einzeln hereintröpfeln. Wenn der Chef, die Büroleiterin, der Meister und der Schwiegersohn ihre Punkte nacheinander schicken, werden aus einer Korrekturrunde vier. Jede davon kostet dich wieder ein Drauf­schauen, und die letzte widerspricht der ersten.

Fakten, die erst am fertigen Layout auftauchen. Die Leistungsliste heißt doch anders, das Logo gibt es in einer neuen Fassung, ein Zertifikat ist abgelaufen. Das sind keine Kleinigkeiten, wenn die Seite schon steht: Jede dieser Korrekturen zieht durch mehrere Seiten durch.

Die Faustregel, die du dir merken kannst: Alle, die mitreden dürfen, bekommen die Seite gleichzeitig zu sehen – auf einem gemeinsamen Zettel, mit einem Datum, bis wann er zurück ist. Das gilt bei jedem Anbieter und kostet dich nichts außer einer Mail. Wer die Anmerkungen einsammelt, bevor er sie weitergibt, spart sich jede Runde danach.

Was du herrichtest, bevor irgendwer baut

Vier Sachen, und du brauchst dafür niemanden:

Die Liste deiner Leistungen, mit den Namen, die ihr wirklich verwendet. Nicht die aus dem Prospekt von 2019. Einzeln benannt, nicht als Sammelbegriff – davon leben später Google und die KI-Suchen.

Das Logo als Originaldatei, nicht als Ausschnitt aus einem Word-Dokument. Wer es nicht findet: bei dem fragen, der es gemacht hat. So eine Antwort kann dauern, also frag heute und nicht in der Woche vor dem Livegang.

Zertifikate und Mitgliedschaften mit ihrem Ablaufdatum. Ein abgelaufenes Siegel auf einer neuen Seite ist ärgerlicher als gar keines.

Die Antwort auf die Frage, wer entscheidet. Eine Person. Nicht, weil die anderen nichts zu sagen hätten, sondern weil sonst niemand „passt“ sagen darf.

Wann dreieinhalb Stunden nicht reichen

Es gibt Betriebe, bei denen das nicht aufgeht, und wir sagen das lieber vorher.

Wenn im Haus noch nicht ausgemacht ist, was ihr überhaupt anbietet, weil drei Leute drei verschiedene Listen im Kopf haben, dann ist das keine Websitearbeit, sondern eine Runde am eigenen Tisch. Die kostet euch ein paar Stunden, und ohne sie wird jede Seite ein Kompromiss.

Dasselbe gilt, wenn du in den nächsten Wochen ohnehin keine ruhige Stunde hast. Ein Websiteprojekt ist im Betrieb kein Dauerthema, aber es braucht drei Mal deine volle Aufmerksamkeit. In der Erntezeit, im Weihnachtsgeschäft oder mitten in einer großen Baustelle ist der bessere Termin der spätere.

Und wenn dir wo versprochen wird, du musst gar nichts dazutun: frag nach, woher dann die Sätze über deinen Betrieb kommen sollen. Eine Seite, in der nichts von dir drinsteht, liest sich auch so.

Wenn du gerade davorstehst: Im kostenlosen 15-Minuten-Erstgespräch gehen wir durch, was bei dir schon vorhanden ist und was wirklich fehlt. Das kostet nichts und du musst danach nichts bei uns machen. Wie wir Websites bauen und was in welchem Paket drin ist, steht auf der Seite zu WebKI.

Übrigens: Wenn du von einem Baukasten wegwillst, geh vorher die Sachen durch, die dir gehören und die du selber herunterladen musst – das steht im Artikel Website vom Baukasten umziehen.