Die meisten Gespräche über ein Werbevideo fangen bei der Technik an. Welche Kamera, welche Drohne, wie viele Minuten. Das ist der kleinste Teil. Die Sachen, an denen so ein Video im Alltag wirklich hängt, stehen in keinem Angebot: wer vor der Linse steht, wer den Ton drauflegt und was im dritten Monat passiert. Hier steht alles vier, damit du es bei jedem Anbieter abfragen kannst – und bei uns auch.
Das ist der eine Punkt, an dem wir unangenehm sind. Ein Video von einem leeren Betrieb schaut sich niemand an. Es braucht Menschen: eine Hand, die etwas macht, ein Gesicht, das etwas erklärt, jemanden, der durch die Werkstatt geht.
Deshalb gehört zu jedem Drehtermin, dass Mitarbeiter oder du selbst verfügbar seid. Nicht den ganzen Tag, aber verlässlich. Wer das am Morgen des Drehtags zum ersten Mal hört, hat einen Betrieb voller Leute, die gerade dringend woanders sein müssen.
Der Griff für dich: Bevor du einen Drehtermin fixierst, frag zwei Leute persönlich, ob sie an dem Tag zwanzig Minuten vor die Kamera gehen. Sagen beide nein, verschiebst du besser den Termin als das Gespräch.
Ein halber Drehtag heißt bei uns: Wir kommen zu zweit in den Betrieb, während gearbeitet wird. Nicht ins Studio, nicht mit nachgestellten Szenen. Die Alina fotografiert, ich mache die Videos dazu.
Dass wir immer zu zweit kommen, hat einen Grund und einen Preis. Der Grund: Foto und Video gleichzeitig geht nicht allein, und nachgestellte Bilder erkennt jeder. Der Preis: So ein Drehtag kostet auch uns zwei Leute, deshalb nehmen wir nur eine Handvoll Betriebe in die laufende Betreuung. Wenn wir absagen, ist das keine Verhandlungstaktik.
Hier wird oft unscharf geredet, also sagen wir es deutlich: In unseren zwei kleineren Stufen wird mit dem Handy gedreht. Die große Ausrüstung – Kamera, Gimbal, Licht, Funkmikro – steckt erst in der größten Stufe.
Das ist keine Sparversion, sondern eine Entscheidung darüber, wo das Video landet. Für ein Reel, das jemand am Handy in einer hochkanten Zeitleiste anschaut, ist ein gutes Handybild vollkommen ausreichend. Der Unterschied wird dort sichtbar, wo es dunkel ist, wo jemand länger spricht oder wo das Video auf einer Website im Kopf der Seite läuft.
Frag also nicht „welche Kamera", sondern: Wo soll das Video laufen? Aus der Antwort ergibt sich die Ausrüstung, nicht umgekehrt.
Das überrascht am meisten, also steht es hier ausführlich. Reels leben zu einem guten Teil vom Ton. Genau bei dem Ton haben Unternehmenskonten auf Instagram ein Problem: An die meisten Trend-Sounds kommen sie nicht heran. Was auf einem privaten Konto wählbar ist, fehlt auf dem Betriebskonto.
Man kann das auf zwei Arten lösen. Entweder legt der Produzent lizenzierte Musik drauf, die niemand kennt und die nach Werbung klingt. Oder er liefert ohne Musik, und du wählst den Ton beim Posten direkt in der App – dort, wo dein Konto sieht, was es verwenden darf.
Wir machen das Zweite. Schnitt und Rhythmus sind darauf gebaut, dass ein Ton dazukommt. Das heißt aber auch: „fertig zum Posten" ist es erst, wenn du in der App zwei Handgriffe machst. Wer dir ein Reel verkauft und das nicht dazusagt, verkauft dir eine Dreiviertellösung.
Wenn dir jemand Aufrufe, Reichweite oder „Viralpotenzial" verspricht, weißt du genug. Niemand kann das zusagen, weil niemand den Algorithmus kennt und niemand weiß, was in der Woche deines Postens sonst noch passiert.
Was man zusagen kann, ist die Machart: hochkant, die erste Sekunde trägt, Untertitel dabei, jede Szene auch quer vorhanden. Und was man liefern kann, ist eine Menge: so und so viele fertige Stücke im Monat, in diesen Formaten, mit diesen Rechten. Das ist überprüfbar. Ein Aufrufversprechen ist es nicht.
Die fünf Fragen an jeden Video-Anbieter – auch an uns. 1. Wie viele fertige Stücke halte ich nach dem Dreh in der Hand, in welchen Formaten? 2. Wer muss aus meinem Betrieb vor die Kamera, und wie lang? 3. Kommt Musik mit, oder lege ich den Ton selbst drauf? 4. Darf ich die Aufnahmen überall und unbefristet verwenden, oder wird nach Zweck und Dauer nachverrechnet? 5. Was passiert, wenn ich den Drehtag verschieben muss? Wer bei allen fünf ohne Nachdenken antwortet, hat es schon gemacht.
Wir verkaufen Video als laufende Sache, nicht als einmaliges Projekt. Der Grund ist einfach: Ein einzelner Film liegt nach vier Wochen im Archiv, und der Betrieb schaut wieder aus wie vorher. Drei Stufen, alle mit einem Drehtermin im Betrieb:
Die Mindestlaufzeit ist überall drei Monate, danach monatlich kündbar. Das steht hier, weil es die Zahl ist, die in Angeboten gern klein gedruckt wird. Drei Monate sind nicht willkürlich: Nach einem Drehtag hast du Material, nach drei Drehtagen hast du eine Handschrift.
Wenn du wirklich nur einen Film willst – ein Betriebsporträt, einen Werbeclip – geht das auch. Einzelne Filme gibt es ab € 1.490, mit Fixpreis nach dem Erstgespräch. Wer nach etwas Bestimmtem fragt: ein zusätzliches Reel kostet € 190, ein zweiter Kanal wie TikTok oder Facebook € 190 im Monat, ein Videokopf für die Website € 390. Alle Zahlen stehen auf der KIno-Seite, und sie stehen dort vor dem Gespräch, nicht danach.
Eine Sache, die wir lieber gleich sagen: Für Video und Marketing gibt es derzeit keine Förderung, auf die du dich stützen könntest. Die zwei laufenden Programme in Oberösterreich schließen digitales Marketing aus. Wer dir etwas anderes erzählt, hat in einen alten Blogartikel geschaut.
Noch eine Zahl, die in dieselbe Kategorie fällt wie die Mindestlaufzeit. Ein Drehtag ist bis sieben Tage vorher kostenlos verschiebbar. Danach verfällt er, und die Monatsgebühr bleibt.
Das klingt hart, ist aber der ehrlichere Weg. Für einen Drehtag halten sich zwei Leute einen halben oder ganzen Tag frei. Wer diese Regel nicht ins Angebot schreibt, verschiebt sie nicht, sondern rechnet sie in den Preis ein – und dann zahlen sie alle mit, auch die, die nie verschieben.
Der ehrlichste Teil zum Schluss. Drei Fälle, in denen wir abraten:
Und wenn du unsicher bist, ob sich das überhaupt lohnt: Schau dir an, was du im letzten halben Jahr auf deinen Kanälen gepostet hast. Findest du nichts, ist das keine Frage der Technik, sondern der Zeit. Genau dort sitzt der Unterschied zwischen einem Videoabo und einer Kamera im Schrank.
Würde sich das bei dir auszahlen? Im kostenlosen 15-Minuten-Erstgespräch schauen wir uns deinen Betrieb an und sagen dir auch, wenn Video bei dir nicht der nächste Schritt ist. Jetzt Gespräch vereinbaren.
Übrigens: Was du klärst, bevor jemand mit der Kamera kommt, steht ausführlich im Artikel Firmenfotos: was du klärst, bevor der Fotograf kommt. Die Bilder aus unserer Arbeit hängen auf datenstadl.at/fotografie.