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In der KI-Suche gefunden werden: GEO für regionale Betriebe erklärt

Von Joachim Guttenberger · 5. August 2026 · Lesezeit ca. 6 Minuten

Immer mehr Leute tippen ihre Frage nicht mehr in Google, sondern fragen ChatGPT. „Wer macht Websites in Linz?" – und dann kommt kein Ergebnis, sondern eine Antwort mit zwei, drei Namen darin. Entweder deiner steht dort, oder er steht nicht dort. Ein Platz sieben, den man sich noch erklicken kann, existiert in so einer Antwort nicht. Das ist der ganze Unterschied, und dafür gibt es ein Kürzel: GEO.

GEO in einem Absatz

GEO steht für Generative Engine Optimization. Bei SEO geht es darum, in einer Liste möglichst weit oben zu stehen. Bei GEO geht es darum, in einem fertigen Text überhaupt genannt zu werden. Klingt nach einem neuen Fachwort für dieselbe Sache, ist aber praktisch etwas anderes: Eine Liste hat zehn Plätze, eine Antwort hat drei Namen.

Die gute Nachricht für dich: Fast alles, was dabei hilft, hilft bei Google auch. Du musst also nichts doppelt machen.

Woher eine KI überhaupt weiß, dass es dich gibt

Eine KI hat keine geheime Firmendatenbank. Sie kennt deinen Betrieb aus dem, was öffentlich als Text lesbar ist. Im Wesentlichen aus drei Quellen: deiner eigenen Website, deinem Google-Unternehmensprofil und dem, was andere über dich schreiben.

Das Wort „Text" ist dabei der springende Punkt. Eine Telefonnummer, die nur in einem Bild steht, gibt es für die Maschine nicht. Öffnungszeiten, die als abfotografierter Zettel auf der Startseite hängen, auch nicht. Genauso wenig ein PDF-Prospekt, in dem alles Wichtige drinsteht, das aber nirgends verlinkt ist. Wenn dich eine KI nicht nennt, muss das also nicht an fehlender Bekanntheit liegen. Es kann schlicht daran liegen, dass die Fakten nirgends als einfacher Satz herumliegen.

Der Fehler, den wir am eigenen Profil gemacht haben

Ehrlich gesagt haben wir das selbst falsch gemacht, und zwar an der einfachsten Stelle. Anfang August ist uns aufgefallen, dass Google Maps unseren Betrieb in Freistadt angezeigt hat. Das ist 26 Kilometer weg.

Der Grund war banal: Im Google-Unternehmensprofil war gar keine Adresse eingetragen. Nur ein Einzugsgebiet. Ohne Adresse sucht sich Google aus diesem Gebiet selbst einen Ort aus, und die Wahl fiel eben auf Freistadt. Unsere Website war nie schuld, deren Koordinaten liegen fünfzig Meter neben der Ortsmitte von Gramastetten.

Die Lehre daraus, falls du ein Google-Profil hast: Schau zuerst nach, ob überhaupt eine Adresse hinterlegt ist, bevor du am Einzugsgebiet herumstellst. Das dauert zwei Minuten, und es ist ein Fehler, den man von außen nicht sieht. Und wenn du keine Kunden bei dir empfängst: Die Adresse gehört trotzdem eingetragen, nur eben auf „nicht anzeigen" gestellt. Eingetragen und ausgeblendet ist etwas völlig anderes als gar nicht vorhanden.

Vier Dinge, die du selbst machen kannst

Dafür brauchst du niemanden. Ein Abend reicht.

1. Das Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen. Adresse, Öffnungszeiten, Telefon, Website, Kategorie. Das ist die Quelle, aus der fast alle Dienste ihre Basisdaten ziehen. Steht dort nichts, muss sich jedes System den Rest zusammenreimen.

2. Die Fakten auf deiner Website als Fließtext hinschreiben. Wo du bist, wie weit du fährst, was du machst, was es ungefähr kostet, seit wann es dich gibt. Ein Satz nach dem Muster „Unsere Werkstatt steht in Gramastetten, wir fahren bis Linz-Land und Rohrbach" ist für eine Maschine mehr wert als ein Startseiten-Slider mit drei Stimmungsbildern. Zitieren kann sie nur, was dasteht.

3. Überall gleich schreiben. Firmenname, Adresse und Telefonnummer sollten auf der Website, im Google-Profil und in jedem Branchenverzeichnis identisch sein. Nicht einmal „Str." und einmal „Straße", nicht einmal mit und einmal ohne Vorwahl. Wenn drei Quellen einander widersprechen, hat kein System einen Grund, ausgerechnet deiner zu glauben.

4. Echte Fragen als Frage hinschreiben. Nicht „Unser Leistungsspektrum", sondern die Frage, die deine Kunden wirklich stellen, als Überschrift, und direkt darunter die Antwort in ganzen Sätzen. „Kommt ihr auch nach Rohrbach?" – „Ja, wir fahren im Umkreis von 40 Kilometern, die Anfahrt ist im Preis." So etwas kann eine KI direkt übernehmen. Eine Aufzählung aus Schlagwörtern kann sie nicht.

Strukturierte Daten: der unsichtbare Zwilling deiner Seite

Neben dem sichtbaren Text kann eine Website dieselben Angaben noch einmal maschinenlesbar mitliefern. Das nennt sich strukturierte Daten, es ist ein kleiner Block Code im Seitenkopf, und Besucher sehen davon nichts. Drin steht, was ohnehin auf der Seite steht: Was ist das für ein Betrieb, wo ist er, wann hat er offen, welche Leistungen gibt es zu welchem Preis, welche Fragen werden auf der Seite beantwortet.

Das ist keine Zauberei und auch nichts Neues. Es ist ein etablierter Standard, Google nutzt ihn seit Jahren für die Kästchen und Sternebewertungen in den Suchergebnissen. Der Nutzen für KI-Antworten ist derselbe: Die Fakten liegen eindeutig da, statt dass sie aus einem Werbetext herausgelesen werden müssen. Auf unserer eigenen Seite steckt genau das drin, samt Adresse, Koordinaten, Öffnungszeiten und den Preisen der vier Pakete.

Und was ist mit dieser llms.txt?

Darüber wird gerade viel geschrieben, deshalb die ehrliche Einordnung. Eine llms.txt ist eine schlichte Textdatei, die unter der eigenen Adresse liegt und den Betrieb in normalen Worten zusammenfasst: wer, wo, was, zu welchen Preisen. Bei uns findest du sie unter datenstadl.at/llms.txt, du kannst sie dir anschauen.

Was du dazu wissen solltest: Das ist kein gesicherter Standard. Kein großer Anbieter hat zugesagt, diese Datei zu lesen, und niemand kann dir seriös versprechen, dass sie etwas bringt. Wir legen sie trotzdem an, weil sie eine Textdatei ist und eine Stunde Arbeit kostet. Wenn dir das jemand als das entscheidende Ding verkaufen will, das den Unterschied macht, wären wir vorsichtig.

Was nicht hilft

Schlagwörter stapeln. „Website Linz Website Mühlviertel Website Oberösterreich" gilt bei Google seit Jahren als überholt, und bei einem System, das ganze Sätze schreibt, hilft es erst recht nicht. Eine KI braucht keine Stichwortdichte, sie braucht Aussagen, die sie nachsprechen kann, ohne sich zu blamieren.

Genauso wenig hilft ein Text, der viel behauptet und wenig sagt. „Ihr verlässlicher Partner für ganzheitliche Lösungen" enthält keine einzige Information, die eine Antwort tragen könnte. Zwei nüchterne Sätze mit Ort, Leistung und Preis schlagen jeden Werbeabsatz.

Wann du dich damit gar nicht beschäftigen musst

Wenn dein Betrieb über Mundpropaganda läuft und du ohnehin auf Monate ausgebucht bist, ist das hier nicht dein dringendstes Thema. Dann reicht ein sauberes Google-Profil, damit dich die Leute finden, die deinen Namen schon kennen. Der Rest lohnt sich vor allem dann, wenn dich Leute finden sollen, die noch nie von dir gehört haben.

Eines noch, weil es sonst Enttäuschung gibt: Das wirkt nicht über Nacht. Bis eine Änderung an deiner Seite in Suchergebnissen und KI-Antworten ankommt, vergehen Wochen bis Monate. Wer dir eine schnelle Wirkung verspricht, weiß es entweder nicht besser oder verkauft dir etwas.

Wenn wir das übernehmen sollen: Bei WebKI ist das GEO-Basispaket ab dem Paket Betrieb (€ 1.590) dabei, zusammen mit dem eingerichteten Google-Unternehmensprofil. Im Paket Kompakt (€ 1.190) ist es nicht enthalten, das sagen wir lieber vorher als nachher. Im kostenlosen 15-Minuten-Erstgespräch schauen wir uns dein Google-Profil gemeinsam an und sagen dir ehrlich, ob sich mehr auszahlt.

Übrigens: Wie digital-fit ist dein Betrieb insgesamt? Der kostenlose 10-Punkte-Check „Ist Ihr Betrieb KI-reif?" zeigt es dir in fünf Minuten – als PDF, ohne Newsletter.